Großer Sommerreifentest von UTAC — 2026
Im Rahmen des großen Sommierreifentests 2026 entschieden sich die Experten von UTAC aus Finnland, auch mehrere Modelle ein und desselben Herstellers zu vergleichen, die sich in ihren Eigenschaften und Positionierung unterscheiden. Aus dem Sortiment von Bridgestone, Michelin und Nokian wurden jeweils „Basis“- und Sportreifen ausgewählt, und aus der Produktlinie von Continental wurden neben dem PremiumContact 7 auch die UltraContact getestet, die sich durch eine erhöhte Laufleistung auszeichnen. Außerdem nahm ein Ganzjahresreifen am Test teil. Alle Reifen wurden in der Dimension 225/45 R17 am Volkswagen Golf geprüft.
Teilnehmerliste:
Bridgestone Potenza Sport Evo (UHP)
Continental UltraContact (mit erhöhter Laufleistung)
Goodride RideMax G-147
Goodyear EfficientGrip Performance 2
Goodyear Vector 4Seasons Gen-3 (Ganzjahresreifen)
Michelin Pilot Sport 5 (UHP)
Nokian Hakka Black 3 (UHP)
Road Rider Strada Max
Der Reifen Continental PremiumContact 7 hatte bereits in zahlreichen Tests gewonnen und bestätigt im UTAC-Test erneut seine Fähigkeit, durch den kürzesten Bremsweg auf nasser Fahrbahn ein hohes Maß an Sicherheit zu bieten. Auch die beiden Nokian-Reifen schnitten hervorragend ab, während sich die preisgünstigen Reifen auf den hinteren Plätzen platzierten und die Ganzjahresreifen noch schlechter abschnitten.

Beim Handling auf nasser Straße übertrifft Continental PC7 alle Konkurrenten, auf Platz zwei folgen die UHP-Reifen von Michelin. Die günstigen Road Rider-Reifen fallen in dieser Disziplin deutlich ab, und die Experten stellten fest, dass sie im Regen gefährlich wenig Grip bieten.

Beim Aquaplaning-Test wurden zwei Michelin-Reifen die Sieger, gefolgt von den bekannten Continental PC7. Die UltraContact-Reifen desselben Herstellers hingegen lagen deutlich hinter allen anderen Teilnehmern zurück.

Auf trockener Fahrbahn brachten Pirelli und Bridgestone das Auto am schnellsten zum Stehen, während die Ganzjahresreifen den Bremsweg verlängern und damit die schlechtesten Werte aufweisen. Auch die Bremsleistung der günstigen Reifen lässt zu wünschen übrig.

Bester Kraftstoffverbrauch: Bridgestone Turanza 6, während Road Rider durch schwachen Grip und hohen Rollwiderstand auffallen.

Fazit
Erneut gewinnt der Continental PremiumContact 7 in einem unabhängigen Test und zeichnet sich durch den kürzesten Bremsweg auf nasser Fahrbahn aus. Insgesamt gewährleistet er ein hohes Maß an Sicherheit auf allen Fahrbahnarten.

Den ersten Platz teilt sich Continental mit dem Michelin Pilot Sport 5, der ebenfalls das Fahrzeug in jeder Wetterlage schnell zum Stehen bringt und stabiles Handling bietet. Die Experten weisen darauf hin, dass die Reifen des französischen Herstellers traditionell eine erhöhte Verschleißfestigkeit aufweisen, weshalb sie von Autofahrern besonders geschätzt werden.

Michelin Primacy 5 liegen nur knapp hinter den Spitzenreitern. Ein besonderes Merkmal ist, dass die Entwickler hohen Grip auf nasser Straße mit niedrigem Rollwiderstand kombiniert haben, was Kraftstoff spart.

Die Reifen Nokian Hakka Blue 3 (auf dem russischen Markt verfügbar als Ikon Autograph Aqua 3) zeichnen sich durch hohen Grip auf nasser Oberfläche aus, während die Lenkreaktionen auf trockenem Asphalt etwas verzögert wirken. Zudem weisen sie mittelmäßige Energieeffizienz auf. Gleichzeitig sind die Nokian-Reifen ausreichend leise und bieten auf unebenen Fahrbahnen eine gute Fahrkomfort.

Goodyear EfficientGrip Performance 2 erhielten hohe Bewertungen für ihr ausgewogenes Verhalten unter allen Bedingungen (obwohl der Grip bei abrupten Manövern auf trockener Fahrbahn etwas weniger sicher war, als gewünscht) sowie für ein gutes Komfortniveau, einschließlich akustischem Komfort. Die Bremswirkung ist jedoch durchschnittlich, ebenso wie die Aquaplaning-Stabilität.

Nokian Hakka Black 3 bieten, wie für UHP-Reifen typisch, schnelle und präzise Reaktion auf Fahreraktionen sowohl auf trockener als auch auf nasser Fahrbahn. Gute Seitenstabilität geht mit kurzen Bremswegen einher, wobei der erhöhte Rollwiderstand als Nachteil gilt.

Die wirtschaftlichsten Reifen waren diesmal die Bridgestone Turanza 6, die deshalb besonders für Besitzer von Elektrofahrzeugen geeignet sind. Zudem überzeugen sie auf trockener Straße sowohl im Handling als auch beim Bremsen. Auf nasser Fahrbahn fehlt jedoch etwas Grip, was sich in einer längeren Bremsdistanz bemerkbar macht, und auch die Aquaplaning-Stabilität ist nicht die höchste.

Eines der wichtigsten Pluspunkte der Pirelli Cinturato C3 ist die hervorragende Bremsleistung auf trockener Fahrbahn (die Reifen der italienischen Marke waren hier die besten). Insgesamt arbeiten sie unter solchen Bedingungen sehr gut. Die Experten bemerken, dass das Vorgängermodell zu plötzlichen Schleudern neigte, doch dieser Mangel wurde behoben. Die Pirelli-Reifen sind jedoch lauter, fahren auf unebenen Flächen steif und weisen eine unterdurchschnittliche Kraftstoffeffizienz auf.

Bridgestone Potenza Sport Evo bieten auf trockener Fahrbahn hervorragendes Handling und schnelle Reaktion, doch die Tester gaben an, dass sich die Eigenschaften bei sinkenden Umgebungstemperaturen deutlich verschlechtern. Außerdem sind die Reifen relativ laut, absorbieren Unebenheiten schlecht und weisen einen hohen Rollwiderstand auf.

Die Reifen Laufenn S Fit 2, für die dieser Test der Debüt war, belegten lediglich Platz zehn, erhielten aber dennoch vier von fünf Sternen. Die Saisonneuheit zeigte gute Ergebnisse auf nasser Fahrbahn und zeichnete sich durch geringe Geräuschentwicklung bei hohen Geschwindigkeiten aus, obwohl der Grip insgesamt nicht so hoch ist wie bei den führenden Modellen.

Auf Platz 11 folgen die Continental UltraContact, die speziell auf erhöhte Verschleißfestigkeit ausgelegt sind – was sich möglicherweise negativ auf die Fahreigenschaften bei Regenwetter ausgewirkt hat. Im Test zeigten die Reifen auf nasser Strecke Grip und Handling auf Niveau günstiger Reifen und neigten zu Untersteuern in schnellen Kurven. Zudem ist die Reaktion auf Fahreraktionen etwas verzögert, und der Reifen absorbiert Vibrationen auf Unebenheiten schlecht.

Goodride RideMax G-147 verhalten sich auf trockener Straße im ruhigen Fahrmodus stabil, meistern Notmanöver jedoch schlecht – das Fahrzeug neigt dazu, geradeaus weiterzufahren. Zusätzlich waren die Goodride die lautesten unter allen getesteten Reifen und weisen zudem eine steife Fahrweise und hohen Rollwiderstand auf.
Die Ganzjahresreifen Goodyear Vector 4Seasons Gen-3 arbeiten bei kühlerem Wetter gut und eignen sich deshalb optimal für die Übergangszeiten. Bei Sommerhitze verlieren sie jedoch erheblich an Grip auf nasser Fahrbahn, was die Seitenstabilität verschlechtert und den Bremsweg verlängert. Auf trockenem Asphalt führen die weiche Gummimischung zu „verschwommenen“ Lenkreaktionen, obwohl sie bei moderaten Geschwindigkeiten stabil und vorhersehbar fahren.

Die günstigen Road Rider Strada Max werden von den Experten nicht zum Kauf empfohlen, da sie auf nasser Fahrbahn ohne Vorwarnung sowohl an der Vorder- als auch an der Hinterachse Grip verlieren können und auch auf trockener Fahrbahn die Lenkbarkeit erheblich erschweren. Die Reifen sind zwar ausreichend leise und komfortabel, doch das reicht nicht aus, um den erheblichen Mangel an Grip auszugleichen.



