Continental schließt seine Ganzstahlgummireifen-Fabrik in Deutschland

Continental schließt seine Ganzstahlgummireifen-Fabrik in Deutschland

Continental hat beschlossen, das Werk für Vollgummireifen in Korbach (Deutschland) zu schließen und die Produktion schrittweise nach Asien zu verlagern – an die Standorte Kalutara (Sri Lanka) und Petaling Jaya (Malaysia). Von dieser Entscheidung sind rund 140 Mitarbeiter betroffen; die Umstrukturierung soll bis Mitte 2029 abgeschlossen sein. Wie die HNA berichtet, wird Continental am Standort Korbach weiterhin Reifen anderer Kategorien herstellen, darunter PKW- und Motorradreifen.

Als Grund für die Schließung nennt Continental jahrelange Unterbeschäftigung der Anlage sowie starke Preiswettbewerbsdruck. Die Verlagerung der Produktion ist auf einen längeren Zeitraum angelegt, da das Unternehmen sowohl die Versorgungssicherheit für Kunden gewährleisten als auch den Beschäftigten ausreichend Zeit für eine berufliche Neuorientierung ermöglichen möchte.

Bei Continental betont man, dass der Standort Korbach weiterhin eine zentrale Rolle im globalen Produktionsnetzwerk spielt. In den vergangenen Jahren wurden hier Investitionen in Höhe von über 300 Millionen Euro getätigt. Neben PKW- und Motorradreifen werden in Korbach auch Fahrradreifen produziert, die beispielsweise von sechs Teams beim diesjährigen „Tour de France“-Rennen eingesetzt wurden. Seit 2016 werden am Standort zudem UHP-Reifen mit einem Durchmesser von 18 Zoll und mehr hergestellt, die im dortigen Technologiezentrum entwickelt wurden. Vor Kurzem kündigte Continental zudem an, mehrere zehn Millionen Euro in den Bau des ersten eigenen Windparks nahe Korbach zu investieren, der das Werk künftig mit Strom versorgen soll.

Die Produktion von Vollgummireifen für Gabelstapler und andere Industriefahrzeuge wurde 1965 in Korbach aufgebaut.

Mosautoshina