Goodyear schloss das 125-jährige Werk in Deutschland

Goodyear schloss das 125-jährige Werk in Deutschland

Am 29. September wurde auf dem Werk von Goodyear in der deutschen Stadt Fulda die letzte Reifen produziert und das Unternehmen offiziell geschlossen, womit seine 125-jährige Geschichte zu Ende ging. Während dieser Zeit hatte das Reifenwerk einen sehr großen Einfluss auf die Entwicklung von Fulda und der letzte Reifen soll als Teil der industriellen Geschichte der Stadt in ein Museum gebracht werden.

Das Werk in Fulda (damals noch außerhalb der Stadt) wurde 1900 von dem Ingenieur Gustav Becker und dem Unternehmer Moritz Hasenklever gegründet und produzierte anfangs Absätze für Schuhe, Dichtungsringe, Gummimatten und Reifen für Kinderwagen und Pferdekutschen, und ab 1906 begann die Produktion von Reifen für Motorräder und Automobile. Dies geschah nur 20 Jahre nach dem ersten Auftritt des Benz Patent-Motorwagen auf den Straßen, und später begann das Unternehmen auch mit der Produktion von Reifen für den Gütertransport.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Werk fast vollständig durch Bombenangriffe zerstört, aber die Produktion wurde bereits 1946 wieder aufgenommen, und in der Nachkriegszeit entwickelte sich das Unternehmen endgültig zu einem der führenden Unternehmen der Region.

1962 wurde das Unternehmen Teil des amerikanischen Konzerns Fulda, der den Markennamen beibehielt und derzeit auf dem Markt präsent ist. 2023 wurde bekannt gegeben, dass das Werk aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten und sinkender Auslastung geschlossen werden soll. Die Entscheidung der Firma betrifft über 1000 Menschen, von denen einige ihr ganzes Berufsleben lang auf dem Werk gearbeitet haben.

Mosautoshina