Sommerreifentest von Moottori — 2026

Sommerreifentest von Moottori — 2026

Im vergangenen Jahr testete das finnische Magazin Moottori günstige Sommerreifen, dieses Mal entschied man sich jedoch, Modelle einer höheren Preisklasse zu wählen, wodurch der Kampf um die vorderen Plätze noch härter wurde als üblich. Getestet wurden Reifen der Dimension 225/45 R17, zum Vergleich wurde zudem ein Ganzjahresreifen herangezogen.

Teilnehmerliste: 

Bridgestone Turanza 6

Continental PremiumContact 7

Goodyear Eagle F1 Asymmetric 6

Hankook Ventus evo

Michelin CrossClimate 3 (Ganzjahresreifen)

Michelin Primacy 5

Nokian Hakka Black 3

Pirelli Cinturato (C3)

Eine Besonderheit des Tests war, dass die Experten untersuchten, wie sich die Umgebungstemperatur auf den Reifengrip auswirkt. Daher wurden die Bremswege auf nasser Fahrbahn bei warmer und kühler Witterung (bei +17 und +3 °C) gemessen. In ersterem Fall schnitten die Pirelli besser ab als die anderen. Gleichzeitig erwiesen sich die Cinturato-Reifen als am stärksten wetterabhängig: Bei +3 °C belegten sie den letzten Platz unter den Sommerreifen, und ihr Bremsweg beim Abbremsen von 80 auf 5 km/h verlängerte sich um vier Meter. Bester im zweiten Test war Nokian, der seine Positionierung als Reifen für das nördliche Sommerklima bestätigte. Am wenigsten empfindlich gegenüber Temperaturschwankungen waren die Ganzjahresreifen dank ihres erweiterten Betriebstemperaturbereichs. 

Bremsweg von 80 auf 5 km/h auf nasser Fahrbahn bei +17 °C, m
Bremsweg von 80 auf 5 km/h auf nasser Fahrbahn bei +3 °C, m

Die Lenkpräzision wurde bei +15 °C bewertet. Hier schnitten die Nokian-Reifen unter anderem sogar schlechter ab als die Ganzjahresreifen, während Continental und Hankook die besten Ergebnisse erzielten.

Lenkpräzision auf nasser Fahrbahn (Rundenzeit, s. Temperatur: +15 °C)

Die Nokian-Reifen weisen zudem keine besonders hohe Aquaplaning-Stabilität auf, obwohl in dieser Disziplin die Bridgestone den letzten Platz belegten. Die effektivsten Sommerreifen erwiesen sich als die Hankook, die jedoch nicht mit den Ganzjahresreifen mithalten konnten.

Stabilität gegen Längs-Aquaplaning (Geschwindigkeit, bei der der Grip verloren geht, km/h. Temperatur: +10 °C)

Auf trockener Fahrbahn verlängern sich die Bremswege bei sinkenden Temperaturen weniger deutlich, und Goodyear waren in beiden Temperaturbereichen den Konkurrenten überlegen. 

Bremsweg von 80 auf 5 km/h auf trockener Fahrbahn bei +18 °C, m
Bremsweg von 80 auf 5 km/h auf trockener Fahrbahn bei +4 °C, m

Goodyear erzielte zusammen mit Continental und Pirelli im Elchtest sehr gute Ergebnisse, unterlag jedoch den Nokian. Letztere belegten gemeinsam mit den Ganzjahresreifen den letzten Platz.

Elchtest (Manövergeschwindigkeit, km/h. Temperatur: +18 °C)

Beim Test des externen Reifengeräuschs wurde der Durchschnittswert bei 50, 80 und 100 km/h berücksichtigt. Am leisesten erwiesen sich die Bridgestone. 

Externes Reifengeräusch, dB(A)

Eines der weiteren Pluspunkte der Bridgestone ist die beste Kraftstoffeffizienz unter allen Testteilnehmern, während Pirelli und Hankook einen relativ hohen Rollwiderstand aufwiesen. 

Kraftstoffverbrauch (Differenz zum besten Ergebnis, %)

Fazit

Der Unterschied in den Endresultaten der vier besten Reifen betrug lediglich minimale 0,1 Punkte. Den Sieg errang der Goodyear Eagle F1 Asymmetric 6, der sowohl eine gute Lenkpräzision bietet als auch das Fahrzeug schnell zum Stehen bringt. Einziger Nachteil ist allenfalls der etwas erhöhte Rollwiderstand.

Goodyear Eagle F1 Asymmetric 6   

Die Continental PremiumContact 7 schnitten in allen sicherheitsrelevanten Disziplinen gleichmäßig gut ab, wobei die Aquaplaning-Stabilität noch verbessert werden könnte. Zudem weisen die Continental einen relativ hohen Geräuschpegel auf. 

Continental PremiumContact 7 

Als Stärken der Hankook Ventus evo wurden die hervorragende Lenkpräzision auf nasser Fahrbahn, die Aquaplaning-Stabilität sowie der kurze Bremsweg auf trockener Fahrbahn bewertet. Im Elchtest hingegen schnitten die Hankook gegenüber allen anderen Sommerreifen schlechter ab, und ihr Komfortniveau ist ebenfalls reduziert. 

Hankook Ventus evo

Die Nokian Hakka Black 3 überzeugten mit dem kürzesten Bremsweg auf nasser Fahrbahn bei kühlen Temperaturen und erzielten zudem ein hervorragendes Ergebnis im Elchtest – das heißt, beim plötzlichen Ausweichen verhalten sich die Reifen zuverlässig und stabil. Allerdings weisen die Nokian eine relativ geringe Aquaplaning-Stabilität auf. 

Nokian Hakka Black 3  

Etwas hinter den führenden Modellen zurücklagen die Michelin Primacy 5, die eine unterdurchschnittliche Lenkpräzision auf nasser Fahrbahn und einen vergleichsweise langen Bremsweg auf trockener Fahrbahn aufwiesen. Gleichzeitig gehörten die Michelin zum besten Drittel beim Bremsen auf nasser Fahrbahn bei kühlen Temperaturen und zeigten zudem eine gute Kraftstoffeffizienz.

Michelin Primacy 5   

Die Pirelli Cinturato (C3) bremsten das Fahrzeug auf nasser Fahrbahn bei warmen Bedingungen am schnellsten ab, verloren jedoch bei sinkenden Temperaturen ihren Vorteil. Die Pirelli wurden zudem als lautest und einer der unwirtschaftlichsten Reifen eingestuft, bieten dafür aber in jeder Situation eine gute Lenkpräzision. 

Pirelli Cinturato (C3) 

Die Bridgestone Turanza 6 belegen diesmal den letzten Platz unter den Sommerreifen. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass sie sehr starke Konkurrenten hatten, und die Reifen weisen durchaus Vorteile auf, wie geringe Geräuschentwicklung und niedrigen Rollwiderstand, wobei die Aquaplaning-Stabilität deutlich besser sein könnte. 

Bridgestone Turanza 6  

Die Ganzjahresreifen Michelin CrossClimate 3 erwiesen sich als beste Modelle hinsichtlich Aquaplaning-Stabilität, unterliegen jedoch im Sommerbetrieb den spezialisierten Sommerreifen, was völlig erwartbar ist.

Michelin CrossClimate 3 
Finale Platzierung

Quelle: Moottori. Foto: Moottori

Mosautoshina