Top-20 der größten Reifenhersteller (2024)

Top-20 der größten Reifenhersteller (2024)

Ein neuer Rangliste der umsatzstärksten Reifenhersteller der Welt wurde veröffentlicht, der zeigt, dass die Situation in der Branche insgesamt relativ stabil ist und dass chinesische Unternehmen den etablierten Marktführern aus Europa, den USA und Japan immer näher kommen, berichtet Pneus News.

Die ersten Plätze im Jahr 2023 belegen wieder Michelin, Bridgestone, Goodyear und Continental. Für Michelin ist dies bereits die vierte "Goldmedaille" nachdem das französische Unternehmen die Konkurrenten aus dem japanischen Bridgestone überholt hat. Im Jahr 2018 kaufte Michelin die kanadische Camso, die Reifen für Spezialfahrzeuge herstellt, was half, Bridgestone zu überholen und an die erste Stelle zu kommen. Die amerikanische Goodyear bleibt in der "Big Three", unter anderem weil sie im Sommer 2021 Cooper Tire übernommen hat. Insgesamt sind die Verkäufe von Goodyear seit 2020 um mehr als 80% gestiegen.

Pirelli hat in diesem Jahr den fünften Platz zurückgewonnen und die japanische Sumitomo Rubber Industries überholt. Das italienische Unternehmen konzentriert sich derzeit auf den Premium-Segment des Marktes, und offenbar zahlt sich diese Strategie aus - der Umsatz von Pirelli ist von 2020 bis 2023 von 4,3 auf 6,6 Milliarden Euro gestiegen, was einer Steigerung von über 50% entspricht. Sumitomo (die Reifen unter Marken wie Dunlop und Falken herstellt) liegt nur 210 Millionen Euro zurück.

Die Plätze 7-9 belegen wie im Vorjahr die koreanische Hankook, die japanische Yokohama und die chinesische ZC Rubber (die Marken wie Goodride und Westlake im Portfolio hat).

Verkäufe der größten Reifenhersteller der Welt im Jahr 2023 in Milliarden Euro

Das am schnellsten wachsende Unternehmen im vergangenen Jahr war die chinesische Sailun, die um zwei Plätze gestiegen und in die Top 10 der größten Reifenhersteller der Welt aufgestiegen ist, was als beeindruckende Leistung für ein relativ junges Unternehmen gilt, das erst vor etwa 20 Jahren gegründet wurde. Derzeit hat Sailun bereits sieben Fabriken, zwei weitere werden in Mexiko und Indonesien gebaut, und es gibt Pläne, die Produktion in Europa zu lokalisieren.

Während Sailun ihre Position in der Rangliste verbessert hat, ist die japanische Toyo Tires hingegen aus den Top 10 gefallen und auf den 11. Platz abgerutscht, und Maxxis International/Cheng Shin Rubber ist von Platz 11 auf Platz 12 abgerutscht.

Ein bemerkenswerter Erfolg wurde neben Sailun auch von der koreanischen Nexen erzielt, die um zwei Plätze gestiegen und die indische JK Tyre und die amerikanische Titan International (die unter anderem den russischen "Voltyr-Prom" besitzt) überholt hat.

Auch die singapurische Giti (die Reifen in Fabriken in China, Indonesien und den USA herstellt) hat ihre Position geändert und ist von Platz 16 auf Platz 14 gestiegen, obwohl sie ihren Umsatz um 50 Millionen Euro gesteigert hat. Die koreanische Kumho und die indische MRF haben ihre Verkäufe um 130 bzw. 220 Millionen Euro gesteigert. Wie in PN bemerkt wird, sagten Vertreter von MRF auf der jüngsten Messe The Tire Cologne 2024, dass sie der Führer der indischen Reifenindustrie seien, tatsächlich jedoch liegt der erste Platz bei Apollo Tyres, die Fabriken in Indien und Europa besitzt und auch die Marke Vredestein besitzt. MRF macht jedoch auch Fortschritte und ist in den letzten 10 Jahren von Platz 19 auf Platz 15 gestiegen.

Insgesamt steigern die Branchenführer ihren Umsatz etwa im gleichen Tempo wie der globale Reifenmarkt, dessen Volumen in den letzten 10 Jahren um 29,1% von 110 auf 142 Milliarden Euro gestiegen ist. Laut Experten von PN bedeutet dies, dass, obwohl auf dem Reifenmarkt eine sehr starke Konkurrenz herrscht und einzelne Hersteller ein erhebliches Wachstum aufweisen können, sich die Kräfteverhältnisse insgesamt halten und bereits vor vielen Jahren relativ klar definiert wurden. Der Anteil der drei größten Hersteller am Umsatz aller Unternehmen in der Top 20 beträgt 49%, während dieser Wert vor 10 Jahren 50,5% betrug. In den Top 10 ist die Dominanz noch deutlicher - 60,2% des Gesamtumsatzes.

Mosautoshina