5 interessante Fakten über Motorradreifen
Das interessanteste Segment der Reifenindustrie sind Reifen für Motorräder. Trotz der scheinbaren Ähnlichkeit mit Autoreifen haben sie eine Reihe von grundlegenden Unterschieden. Heute sprechen wir über fünf Besonderheiten von Motorradreifen.
Enorme Anzahl von Segmenten
Die Enthusiasten des Motorsports haben die Entwicklung aller Richtungen vorangetrieben. Rennen auf Eis, Sand, Asphalt - für jedes Segment gibt es eigene, einzigartige Reifen. Im Gegensatz zu Autoreifen spielt die Haftung von Motorradreifen eine Schlüsselrolle bei der Sicherheit des Fahrers. Denn, wie wir bereits besprochen haben, ist die Kontaktfläche eines Motorradreifens im Durchschnitt mit der Größe einer Bankkarte vergleichbar. Deshalb haben Motorradreifen einen sehr ausgeprägten Profil, an dem man ohne Fehler das Segment erkennen kann, dem sie angehören. Wenn es sich um Rennen auf Asphalt handelt, gibt es keinen Profil oder die Reifen haben nur minimale Wasserabflusskanäle. Wenn es sich jedoch um Reifen für Geländefahrten handelt, haben die Reifen sehr ausgeprägte, harte Profilblöcke, um Sand und Erde buchstäblich zu zermalmen.

Verwendung spezieller Füllstoffe
Genau für Geländefahrten hat das Unternehmen Michelin 1984 ein einzigartiges Produkt patentiert - Bib Mouse. Trotz der Tatsache, dass viele Menschen in ihrer Kindheit Gummischläuche in Fahrradreifen einsetzten, wurde dies im Sport erstmalig angewendet. Der Füllstoff ersetzt die Kammer und die Luft im Reifen vollständig und ermöglicht es, auch bei zahlreichen Beschädigungen weiterzufahren. Heute gibt es mehrere Hersteller dieses Füllstoffs und einige Modelle ermöglichen es, eine Steifigkeit zu erzielen, die von 0,4 bis 1,3 Bar entspricht.

Alte Technologien
Im Segment der Autoreifen ist es fast unmöglich, Reifen mit diagonaler Konstruktion zu finden. Die übliche "R" in der Größe kann bereits als Anachronismus betrachtet werden. Im Motorradsegment hingegen kann man diagonale Reifen noch häufig finden. Sie sind nicht sehr effektiv im Rollwiderstand, Komfort und Handling, aber sie führen immer noch in der Tragfähigkeit. Ja, wenn der Hersteller die Tragfähigkeit lösen muss und es nur zwei Reifen gibt, wird das alte Mittel in Form eines diagonalen Rahmens eingesetzt.
Besonderheiten des Baus
Ein Autoreifen befindet sich beim Fahren immer senkrecht zur Fahrbahn und stützt sich mit der gesamten Breite seines Profils ab. Wenn Abweichungen möglich sind, zum Beispiel in engen Kurven, sind sie im Vergleich zum Motorrad sehr gering. Ein Motorrad fährt mal gerade, mal neigt es sich in eine Kurve, und mit ihm ändert sich der Winkel der Neigung seiner Reifen. Deshalb müssen Motorradreifen unabhängig vom Neigungswinkel gleich gut auf der Straße haften, und deshalb wird ihr Querprofil ursprünglich rund und nicht rechteckig wie bei Autos gemacht. Übrigens ist es genau wegen dieser Besonderheit, dass Motorradreifen praktisch nicht der Aquaplaning unterliegen.

Reifen für den Sport
Es ist unglaublich interessant, die Reifenhersteller bei Rennen zu beobachten. Zum Beispiel werden für jedes "MOTO GP"-Rennen zwischen 1000 und 1500 Reifen unterschiedlicher Klassen und für verschiedene Wetterbedingungen geschickt. Die Reifen sind dabei buchstäblich unbezahlbar. Oftmals gibt es bei Rennen keine Konkurrenz bei den Reifen. Deshalb stellen die Unternehmen die Reifen für die Rennen kostenlos zur Verfügung. Dies wird als Werbung und für Forschungszwecke genutzt. Denn bei Rennen werden die Reifen den härtesten Tests durch die besten Fahrer der Welt unterzogen.
