Continental reduziert drei Tausend Mitarbeiter
Continental hat angekündigt, dass es bis Ende 2026 3000 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) von Automotive, das verschiedene Autoteile wie z.B. Bremssysteme herstellt, reduzieren wird. Dieser Bereich wird in Zukunft in ein separates Unternehmen umgewandelt. Derzeit führt Continental eine Umstrukturierung seines Geschäfts durch und hat zuvor auch die Reduzierung von weiteren 7000 Arbeitsplätzen angekündigt.
Das Ziel dieser neuen Maßnahmen besteht darin, die Kosten für die wissenschaftliche Arbeit bei Continental Automotive zu senken. Das Unternehmen hat auch mitgeteilt, dass weniger als die Hälfte der Mitarbeiterreduzierungen in Deutschland stattfinden werden. Die Umstrukturierung betrifft die Standorte in Babenhausen und Frankfurt, wo die Anzahl der Arbeitsplätze um 12 bzw. 5% reduziert wird. Darüber hinaus werden Mitarbeiter von Continental in Ingolstadt, Regensburg und Schwalbach betroffen sein. Zusätzlich werden 900 Mitarbeiter (darunter 660 in Deutschland) von den Tochtergesellschaften Elekrobit und Continental Engineering Services reduziert.
"Die technologische Entwicklung ist von entscheidender Bedeutung für unser Geschäft. Wir werden weiterhin erhebliche Mittel in die Forschung und Entwicklung neuer Produkte investieren", betonte Philipp von Hirschheydt, Mitglied des Vorstands von Continental und Leiter des Automotive-Geschäfts. "Gleichzeitig streben wir danach, unsere Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, um langfristig erfolgreich auf dem Markt zu sein. Deshalb planen wir, unser F&E-Team zu einem der effizientesten der Welt zu machen und attraktive Arbeitsplätze auf lange Sicht zu schaffen."
Per 31. Dezember 2024 beschäftigte Continental Automotive 92.000 Mitarbeiter, von denen 31.000 in der Forschung und Entwicklung tätig waren. Der Bereich ist für etwa die Hälfte des Konzernumsatzes verantwortlich und soll bis Ende des Jahres aus dem Continental-Konzern ausgegliedert werden.
Auch andere deutsche Autoteilehersteller sind derzeit damit beschäftigt, aufgrund des Rückgangs der Pkw-Verkäufe ihre Ausgaben zu senken. In den letzten Monaten haben Schaeffler, ZF Friedrichshafen und Bosch Tausende von Stellenstreichungen angekündigt. Auch die Automobilhersteller ergreifen ähnliche Maßnahmen, so wird Volkswagen beispielsweise bis 2030 35.000 Mitarbeiter in Deutschland reduzieren.
