Goodyear bot den Verkauf des stillgelegten Reifenwerks für 1 Euro an.

Goodyear bot den Verkauf des stillgelegten Reifenwerks für 1 Euro an.

Das Unternehmen Goodyear plant, den Reifenwerksstandort in Fürstenwalde (Brandenburg, Deutschland) bis Ende 2027 zu schließen, wodurch etwa 750 Menschen ihre Arbeitsplätze verlieren werden. Kurz zuvor hatte der Bürgermeister der Stadt, Matthias Rudolph, dem Unternehmen vorgeschlagen, den Komplex gegen einen symbolischen Preis an die Behörden zu verkaufen, wie die Zeitung Stern berichtet.

"Ich schlage vor, dass Goodyear den Standort an die Stadt für 1 Euro als symbolische Entschädigung überträgt", sagte er. "Es ist notwendig, dass der Standort so schnell wie möglich wieder genutzt wird."

Bei Goodyear wurde in diesem Zusammenhang festgestellt, dass "die Optionen für die Zukunft des Werks in Fürstenwalde später diskutiert werden", und hinzugefügt, dass man bereit sei, mit den Behörden der Stadt zusammenzuarbeiten, und dass "zurzeit die Erfüllung der Bedingungen, die mit unseren sozialen Partnern vereinbart wurden, am wichtigsten ist".

Zuvor hatten die Mitarbeiter des Werks, das aufgrund des verstärkten Wettbewerbs mit asiatischen Importen geschlossen werden soll, vor dem Unternehmen mehrere Aktionen durchgeführt und gefordert, dass es an einen anderen Investor verkauft werden solle, um die Arbeitsplätze zu erhalten. Gleichzeitig sagte der lokale Gewerkschaftsvertreter, dass "obwohl es besser wäre, das Werk zu erhalten, es derzeit keine Anzeichen dafür gibt, dass dies geschehen kann".

Auch in der Regierung von Brandenburg wurde für den Erhalt des Werks plädiert, und Ministerpräsident Dietmar Woidke sagte, dass er "für die Arbeitsplätze kämpfen werde".

In Fürstenwalde plant das Unternehmen, die Produktion von Gummi-Mischungen für die Reifenherstellung fortzusetzen, und zuvor war auch bekannt gegeben worden, dass das Reifenwerk in Fulda geschlossen werden soll.

Foto: dpa.

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