Wie der Standard "Euro-7" die Reifenindustrie beeinflussen wird
Die Einführung des neuen Standards "Euro 7" für Personenkraftwagen, die für 2027 geplant ist, wird sich direkt auf die Reifenindustrie auswirken, da nicht nur die Abgasemissionen, sondern auch die Partikelemissionen, die durch den Reifenverschleiß entstehen, berücksichtigt werden. Der maximale Grenzwert ist noch nicht festgelegt, aber die Europäische Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen hat bereits festgelegt, dass die Emissionsbewertung über eine Strecke von 8000 km durchgeführt wird, und auch die Grundlagen für die Methodik der zukünftigen Tests wurden gelegt.
Es ist nicht möglich, die Reibung zwischen Reifen und Asphalt vollständig zu eliminieren, da sie das Grippeverhalten erst ermöglicht, und selbst die abriebfestesten Reifen verlieren am Ende ihres Lebenszyklus etwa 1 kg Gummi, daher besteht das Ziel, das die Hersteller jetzt verfolgen, darin, den besten Ausgleich zwischen Sicherheit, Produktionskosten und Umweltauswirkungen zu erreichen.
Das Magazin AlVolante weist darauf hin, dass, da die Umweltfrage in Zukunft nur noch wichtiger werden wird, die Reifenhersteller derzeit ihre Produktionsprozesse und -technologien optimieren und nach neuen Kompromisslösungen suchen, da beispielsweise härtere Gummimischungen den Protetikverschleiß und damit die Partikelemissionen verringern, aber auch den Bremsweg verlängern. Michelin verwendet beispielsweise Diagnosesysteme, die es ermöglichen, Partikel in Echtzeit zu wiegen und zu analysieren, um neue Compounds zu entwickeln, die die schädlichen Emissionen verringern und biologisch abbaubar sind, während Continental die Verwendung verschiedener umweltfreundlicher Materialien erweitert, die das Gewicht der Reifen verringern, den Verschleiß verlangsamen und den Rollwiderstand verringern können. Bei Pirelli gibt es beispielsweise die an die Eigenschaften von Elektrofahrzeugen angepasste Technologie Elect, die eine Erhöhung der Verschleißfestigkeit um 20% ermöglichen kann.
Die immer beliebteren Elektrofahrzeuge machen das Problem für die Reifenhersteller noch komplexer, da sie im Durchschnitt 20-30% schwerer sind als vergleichbare Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren, was in Kombination mit dem sofort verfügbaren hohen Drehmoment den Verschleiß der Reifen zusätzlich erhöht, und Studien sagen, dass der Protetikverschleiß in Einzelfällen um 50% beschleunigt werden kann.
Das bedeutet, dass die Reifenhersteller ihre Investitionen in Forschung, Entwicklung und Tests ihrer Produkte aufstocken müssen, und hier kommt auch der Anstieg der Kosten für das teurer werdende Rohmaterial hinzu, daher gehen Experten davon aus, dass die Preiserhöhung für Reifen aufgrund all dieser Faktoren bis zu 15% betragen kann.
