Kumho verdächtigt Hankook, Mitarbeiter abzuwerben

Kumho verdächtigt Hankook, Mitarbeiter abzuwerben

Wie koreanische Medien berichten, habe man bei Kumho den Verdacht, dass Hankook nach einem großen Brand im Werk des Unternehmens in Gwangju, der die Produktion komplett zum Erliegen gebracht hat, die Situation ausgenutzt und damit begonnen hat, Mitarbeiter des direkten Konkurrenten abzuwerben. Es wird darauf hingewiesen, dass Kumho ein offizielles Schreiben an Hankook gerichtet hat, in dem es heißt, dass "in einigen Fällen direkte oder indirekte Anreize verwendet wurden" und die Forderung erhoben wird, "die unfaire Einstellung von Mitarbeitern zu beenden".

Die Verdachtsmomente entstanden, als bekannt wurde, dass neun Spezialisten aus den Vertriebs- und Forschungs- und Entwicklungsabteilungen von Kumho zu Hankook wechseln. Bei Kumho äußerte man Unmut über den Verlust von Mitarbeitern und die daraus resultierende Personalnot und teilte mit, dass das Unternehmen Fälle von unfairem Personalabbau untersucht und eine mögliche Klage in Betracht zieht.

Hankook wiederum behauptet, dass alle Verfahren eingehalten wurden und "der Einstellungsprozess fair und transparent war". "Die Einstellung von Mitarbeitern erfolgt in vollem Einklang mit den festgelegten Regeln", betont man bei Hankook. "Unser Hauptziel ist es, talentierte Mitarbeiter zu gewinnen, und wir bieten jeder Bewerberin und jedem Bewerber die gleichen Chancen, geleitet von dem Prinzip der offenen Einstellung".

Einheimische Experten äußerten ihre Besorgnis, dass die Situation zu einer Verschärfung des Wettbewerbs zwischen den beiden führenden koreanischen Reifenherstellern führen könnte. Obwohl derzeit nur eine kleine Anzahl von Mitarbeitern von Kumho zu Hankook gewechselt ist, könnte sich die Situation, wenn der Konflikt eskaliert, nach Ansicht der Analysten zu ernsthaften negativen Konsequenzen auswachsen. So könnte der Kampf um talentierte Fachkräfte zu Datenlecks führen, wie das Beispiel des Rechtsstreits gegen ehemalige Ingenieure von Google zeigt, die zu Uber wechselten und wegen der unrechtmäßigen Weitergabe von Informationen über Technologien für autonomes Fahren zur Rechenschaft gezogen wurden.

Laut Experten würde, wenn sich eine ähnliche Situation dieses Mal abspielt, das Vertrauen in die koreanische Reifenindustrie untergraben, was langfristig ihre Entwicklung behindern könnte.

"Die Unsicherheiten in der globalen Wirtschaft sind derzeit stärker denn je, insbesondere im Zusammenhang mit der Zollpolitik der USA und der Entwicklung der chinesischen Industrie", sagte ein Branchenvertreter, der von ebn.co.kr zitiert wird. "Unsere heimische Industrie muss überleben, und jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt für interne Konkurrenz. Wir müssen Wege zur gegenseitigen Prosperität suchen".

Mosautoshina