Michelin erweitert Werk in Deutschland
Im Jahr 2023 hat Michelin Pläne zur wesentlichen Reduzierung seiner Produktionskapazitäten in Deutschland angekündigt. Es wurde bekannt gegeben, dass die Reorganisation die Werke in Karlsruhe, Homburg und Trier betrifft und etwa 1500 Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren werden.
Laut Michelin wurde die Entscheidung durch die hohe Inflation und den starken Anstieg der Produktionskosten beeinflusst. Das Werk für Pkw-Reifen in Bad Kreuznach bleibt jedoch vorerst in Betrieb und die Firma wird bis 2027 etwa 30 Millionen Euro in dessen Erweiterung investieren.
Das Betriebsgelände wurde bereits um 560 m2 erweitert und kürzlich wurde der Grundstein für eine neue Produktionshalle mit einer Fläche von 1800 m2 gelegt. Der Werkleiter Guillem Fogel betonte, dass die neuen Investitionen "von entscheidender Bedeutung für unsere Wettbewerbsfähigkeit sind, insbesondere angesichts der aktuellen Herausforderungen auf dem Automobil- und Zulieferermarkt".
Die neuen Flächen werden zwei automatisierte Anlagen für unvulkanisierte Reifen mit einem Durchmesser von bis zu 20 Zoll beherbergen. Dies soll dazu beitragen, den Materialfluss zu optimieren und die ProduktionsEffizienz zu steigern. Darüber hinaus wird in dem neuen Gebäude, dessen Fertigstellung für Mitte 2026 geplant ist, eine moderne Extrusionslinie untergebracht, die ab Mitte 2027 für die Produktion von Laufflächen mit komplexen Mustern für Reifen zukünftiger Generationen eingesetzt wird.
Foto: Ulrike Dalheimer / Michelin
