Michelin hat den Umsatz gesenkt
Im ersten Halbjahr 2024 beträgt der Umsatz von Michelin 20,2 Mrd. Euro, was einem Rückgang von 3,4 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Verkäufe in physischer Hinsicht sind um 5,3 % gesunken, und im dritten Quartal betrug der Rückgang 7,1 %, was laut dem Unternehmen auf das Nachfragerückgang bei Reifen aller Kategorien im Sektor der Erstausstattung sowie auf die Konzentration auf priorisierte Segmente und die Verschlechterung der Marktbedingungen für Reifen im Bergbau zurückzuführen ist.
Basierend auf den Ergebnissen von Januar bis September hat Michelin die Prognose für das gesamte Jahr 2024 revidiert, und nun wird erwartet, dass der Umsatz um 4-6 % sinken wird (zuvor wurde ein Rückgang von 2-5 % erwartet), und der operative Gewinn bei unveränderten Wechselkursen 3,4 Mrd. Euro betragen wird (zuvor wurde dieser Wert auf 3,5 Mrd. Euro geschätzt). Gleichzeitig wurde die Prognose für den Cashflow ohne Berücksichtigung von Fusionen und Übernahmen von 1,5 auf 1,7 Mrd. Euro erhöht.
"Unsere Strategie bringt positive Ergebnisse, und die Stabilität unseres Unternehmens wird weiter gestärkt", erklärte Florent Menegaux, CEO von Michelin. "Gleichzeitig haben wir in den letzten Monaten eine Reihe von ungünstigen Faktoren erlebt, darunter wirtschaftliche, klimatische und geopolitische, und ihre Rolle nimmt zu, was sich erheblich auf die meisten Märkte, insbesondere auf den Sektor der Erstausstattung, auswirkt. Dies hatte eine signifikante Verringerung der Verkäufe und der Produktionsmengen in unseren Werken zur Folge."
In den Unternehmensdokumenten wird auch darauf hingewiesen, dass die Nachfrage nach Pkw-Reifen im OE-Segment um 3 % gesunken ist, und der Rückgang in Europa am stärksten war (-6 %), während die Situation in Nordamerika und China relativ stabil blieb (-1 % bzw. +1 %).
Auf dem Sekundärmarkt für Pkw-Reifen stieg die Nachfrage um 3 % an, und in Europa betrug der Anstieg trotz des Zustroms von Importen aus Asien 7 %, was unter anderem durch gute Verkäufe von Winterreifen ermöglicht wurde. Darüber hinaus hat die Erhöhung der Verkäufe von Reifen mit einem Durchmesser von 18 Zoll oder mehr positive Auswirkungen auf den Umsatz.
In Nordamerika stieg die Nachfrage auf dem Sekundärmarkt für Pkw-Reifen um 3 % an (im dritten Quartal sank der Anstieg auf 1 %), was auf die Zunahme der von denortsansässigen Autofahrern zurückgelegten Kilometer zurückzuführen ist. In China sank die Nachfrage hingegen um 1 %, und im dritten Quartal betrug der Rückgang 5 %.
