Auf einem japanischen Werk von Yokohama wurde ein Messerangriff verübt
Die japanische Polizei hat einen ehemaligen Mitarbeiter des Reifenwerks Yokohama in Mishima (Shizuoka) festgenommen, der beschuldigt wird, am 26. Dezember mit einem Messer und einem Sprüher mit einer toxischen Flüssigkeit, vermutlich Bleichmittel, auf seine ehemaligen Kollegen losgegangen zu sein, wobei 15 Menschen im Alter von 20 bis 60 Jahren Verletzungen unterschiedlichen Schweregrades erlitten und hospitalisiert wurden.
Laut Medienberichten ereignete sich der Angriff gegen 16:30 Uhr Ortszeit während der Schicht im Werk, und der Beschuldigte besprühte zunächst die Arbeiter mit der toxischen Flüssigkeit, woraufhin bei sieben Personen Verbrennungen und Atemnot auftraten. Anschließend brach Panik aus, und der ehemalige Mitarbeiter zog ein 20 Zentimeter langes Messer und begann, auf die fliehenden Menschen loszugehen. Acht Menschen wurden verletzt, die meisten davon erlitten Stichverletzungen im Bauch und im Rücken.
Der 38-jährige Masaki Oyama wurde unter dem Verdacht des versuchten Mordes festgenommen und erzählte der Polizei, dass er während seiner Arbeit im Werk gemobbt wurde. Die Polizei bezeichnete Oyamas Handlungen als "grausam und vorsätzlich" und geht davon aus, dass er alleine handelte. Bevor die Polizei eintraf, wurde der Angreifer von den Werkmitarbeitern überwältigt und festgehalten.
Laut Berichten befinden sich fünf Menschen in kritischer Verfassung und wurden in die Intensivstation eingeliefert.
Yokohama veröffentlichte nach dem Vorfall eine Erklärung, in der es hieß, dass "wir für die vollständige und schnelle Genesung aller Verletzten beten und in vollem Umfang mit der Untersuchung zusammenarbeiten werden".
Die Medien merken an, dass Japan für eines der besten Systems der öffentlichen Sicherheit der Welt und eine strenge Kontrolle des Waffenverkehrs bekannt ist, jedoch haben sich in letzter Zeit Angriffe mit Messern gehäuft, und der Vorfall im Yokohama-Werk "hat erneut ernsthafte Besorgnis in der japanischen Gesellschaft über Lücken im Sicherheitssystem der Unternehmen hervorgerufen".
Im Werk in Mishima werden Pkw- und Leicht-Lkw-Reifen hergestellt, und der Mitarbeiterstamm umfasst etwa 1000 Personen.
Foto: Yuichi Yamazaki / AFP - Getty Images
