Neue chinesische Nanoreifen
An der Universität für Chemietechnologie in Peking wurden neue Automobilreifen hergestellt. Laut Angaben des Mitarbeiters des chemischen Forschungslabors Wang Yizhen ermöglichen die neuen Reifen eine Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs um fünf Prozent beim Fahren. Dies wurde durch eine veränderte interne Struktur der Gummimischung erreicht. Den Entwicklern gelang es, die Reibungskraft zwischen den Molekülen zu verringern.
Dies konnte durch die Verwendung von Butadien-Styrol-Kautschuk und Weißruß erreicht werden. Die prinzipielle Neuheit der neuen Reifen besteht darin, dass früher bei der Herstellung von Reifen technischer Kohlenstoff (Ruß) verwendet wurde. Als Ergebnis erhöhte sich die Lebensdauer des Reifens, aber seine Oberfläche war uneben, was zu Reibung führte. Diese wiederum ließ nicht zu, den Kraftstoffverbrauch zu senken. Jetzt jedoch, da bei der Herstellung Silica verwendet wird, ist die Oberfläche des Reifens glatt geworden, und dementsprechend haben sich die Reibung der Moleküle im Laufbahnbereich und als Folge davon der Rollwiderstand erheblich verringert.
Laut Wang Yizhen ermöglicht die Neuheit eine Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs um fünf Prozent im Vergleich zu allen heute populärsten Reifen.
Die Mitarbeiter der Universität wollen sich nicht auf ihrem Erfolg ausruhen. Sie planen, die Wirtschaftlichkeit des Reifens mit seiner Abnutzungsbeständigkeit zu kombinieren. Studien zeigen, dass chinesische Reifen in der Regel für 100 000 Kilometer Fahrt ausgelegt sind. Wenn der Laufbahnbereich abgenutzt ist, bildet sich bei der Fahrt Staub, der aufgrund des Vorhandenseins von Schwermetallen in seiner Zusammensetzung negative Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen hat. Die Wissenschaftler sind überzeugt, dass es ihnen gelingen wird, auf der Grundlage des neuen Reifens einen anderen zu entwickeln, der nicht nur einen wirtschaftlichen Kraftstoffverbrauch aufweist, sondern auch eine erhöhte Lebensdauer. Die Menge der in die Atmosphäre freigesetzten Mikropartikel soll dabei um dreißig Prozent sinken.
Darüber hinaus beschäftigt sich die Universität in Peking mit der Entsorgung von Reifen, der Herstellung von regenerierten Reifen sowie der Entwicklung von kraftstoffeffizienten Reifen. Letztere sollen demnächst auf den Markt kommen, jedoch wurde noch nicht bekannt gegeben, welche Firma mit ihrer Produktion beauftragt wird.