Petlas: Jetzt haben wir neue Vorteile
Während der Messe The Tire Cologne 2024 in Köln präsentierte der türkische Reifenhersteller Petlas einige Neuheiten, der Schwerpunkt lag jedoch darauf, dass der Hersteller nun Produkte ohne Beeinträchtigung durch die Komplexität von Containerengpässen und der Krise im Roten Meer liefern kann. Über die Pläne von Petlas sprach der Marketing- und Vertriebsdirektor für den internationalen Markt, Oguz Ay, im Interview mit Pneus News.
Wie verlief die Messe und was Neues haben Sie präsentiert?
Petlas nahm bereits zum dritten Mal an der The Tire Cologne teil, und es waren intensive Tage mit vielen Besprechungen mit den Besuchern des Messestandes. Interessanterweise waren viele Kunden nicht nur aus Europa, sondern auch aus der ganzen Welt, darunter aus Südamerika, Afrika, dem Nahen Osten und vielen Besuchern aus Asien. Wir präsentierten zwei neue Winterreifen [SnowMaster 2 und SnowMaster 2 Sport], einen neuen Geländereifen [Peaklander M/T] sowie neue Modelle für Lkw und Busse, Produkte für die Luftfahrt und einen Spezialreifen für Kräne.
Neben der Erweiterung unseres Sortiments investieren wir derzeit auch erhebliche Mittel in die Kapazitätserweiterung. Die Bauarbeiten für unser zweites Werk in unmittelbarer Nähe des ersten Werks haben bereits begonnen, und dies ist derzeit eines der größten Investitionsprojekte in der Branche. Nach seiner Fertigstellung werden wir zusätzliche Kapazitäten von 10 Mio. Pkw- und 1,2 Mio. Lkw/Busreifen pro Jahr erhalten. Wir werden in der Lage sein, bis zu 22 Mio. Pkw- und 2,2 Mio. Lkw/Busreifen pro Jahr zu produzieren, und unser Ziel ist es, den Export vor allem nach Europa, den USA und Südamerika zu erhöhen. Die Probleme mit der Lieferung von Produkten aus Asien, der Containerengpass und die Aktivitäten der Huthi-Piraten machen die Türkei aus logistischer Sicht zu einem Land mit offensichtlichen Vorteilen. Wir können Reifen in mehr als 50 Länder innerhalb von sieben Tagen liefern, und Europa ist aufgrund seiner geografischen Nähe ein besonders interessanter Markt.
Welche europäischen Märkte sind für Sie am wichtigsten?
Wir sind in allen europäischen Ländern präsent, aber aufgrund der Nähe sind Osteuropa und insbesondere die Balkanstaaten am wichtigsten. Italien ist auch ein wichtiger Markt für die Lieferung von Landwirtschafts- und Pkw-Reifen.
Welche Projekte verfolgen Sie derzeit?
Derzeit entwickeln wir einen neuen sommerlichen UHP-Reifen, der in 7-10 Monaten fertiggestellt sein wird. Wenn wir es schaffen, möchten wir ihn auf der Messe Autopromotec 2025 in Bologna präsentieren. Darüber hinaus ist Petlas Teil eines industriellen Konzerns, der auch Werke für die Herstellung von Felgen und Batterien besitzt und sich mit der Reifenrecycling beschäftigt.
