Pirelli ruft zwei tausend Reifen mit falscher Kennzeichnung zurück

Pirelli ruft zwei tausend Reifen mit falscher Kennzeichnung zurück

Pirelli beginnt in den USA den Rückruf von 2023 Pkw-Reifen der Marke Pirelli Cinturato P7 der Kategorie Run-Flat in der Dimension 245/45 R18, die im Werk in Slatina (Rumänien) im Zeitraum von der 14. Woche 2017 bis zur 6. Woche 2019 produziert wurden. Die Kennzeichnung MOE und das Sternsymbol zeigen an, dass die Reifen entsprechend den Spezifikationen von Daimler und BMW zertifiziert wurden, und 422 Reifen wurden auf 211 Mercedes E-Klasse-Fahrzeuge montiert, die in die USA geliefert wurden. Die restlichen Reifen wurden auf dem Sekundärmarkt verkauft.

Als Grund für den Rückruf wird angegeben, dass die Reifen den maximal zulässigen Druck falsch angeben — 340 kPa statt der korrekten 350 kPa (3,4 bzw. 3,5 bar) —, wodurch die Reifen nicht den Anforderungen des US-Bundesstandards entsprechen.

Die Reifen mit falscher Kennzeichnung wurden bereits 2019 entdeckt, als Daimler den Koreanischen Institut für Automobiltests und -forschung (KATRI) darüber informierte und angab, dass die Reifen in "Eindringtests" nicht den angegebenen Spezifikationen entsprachen.

Der Automobilhersteller übermittelte die Daten an die deutsche Niederlassung von Pirelli, und das Reifenunternehmen wandte sich an die US-amerikanische National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) mit der Bitte, die falsche Kennzeichnung als nicht ausreichenden Grund für einen Rückruf anzuerkennen, erhielt jedoch 2022 eine Ablehnung. Pirelli legte gegen die Entscheidung der NHTSA Einspruch ein, und 2025 wurde die Beschwerde abgelehnt, woraufhin das Rückrufverfahren eingeleitet wurde.

Aktuell arbeitet Pirelli mit Daimler zusammen, um die Besitzer von Fahrzeugen mit Reifen mit falscher Kennzeichnung zu ermitteln. Anschließend werden die Reifen durch identische Reifen mit korrekt angegebenem maximalen Druck ersetzt.

Mosautoshina