Sailun baut eine Fabrik in Ägypten
Der chinesische Reifenhersteller Sailun expandiert auf dem globalen Markt mit atemberaubender Geschwindigkeit. Zu Beginn des Sommers wurden gleichzeitig zwei neue Reifenwerke in Indonesien und Mexiko eröffnet. Am 13. August wurde bekannt gegeben, dass die Produktion in Ägypten mit einer Investition von 1 Milliarde Dollar lokalisiert werden soll.
Das Werk wird im Rahmen des Projekts des Industrieentwicklers TEDA Egypt in der integrierten Zone "Sokhna" errichtet, die Teil der Wirtschaftszone des Suezkanals (SCZone) ist. Das Partnerschaftsabkommen zwischen den Parteien wurde in der neuen Verwaltungshauptstadt Ägyptens in Anwesenheit des ägyptischen Ministerpräsidenten Mustafa Madbuli unterzeichnet.
Das dreijährige Projekt wird in mehreren Etappen umgesetzt. In der ersten Phase wird das Werk 3 Millionen PKW-Reifen und 600.000 LKW-Reifen pro Jahr produzieren. Die erste Phase soll im nächsten Jahr in Betrieb genommen werden. In Zukunft sollen die Kapazitäten des Unternehmens voraussichtlich mehr als 10 Millionen Reifen pro Jahr übersteigen. Die Produkte werden auf dem ägyptischen Markt angeboten und in andere Länder exportiert.
Madbuli betonte, dass "Ägypten erfolgreich eine ambitionierte Strategie zur Lokalisierung der Automobilindustrie und der damit verbundenen Produktionsketten umsetzt" und hob die Bemühungen der SCZone um die Anziehung von Investitionen in diesem Bereich hervor. Er fügte hinzu, dass "eine Fortsetzung der Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor notwendig ist, um Ägypten in Rekordzeit zur regionalen Führung in der Automobilindustrie zu machen".
Ein weiteres Reifenwerk in Ägypten wird auch von Chaoyang Long March errichtet. Über die aktive Beteiligung chinesischer Hersteller an der Entwicklung der afrikanischen Reifenindustrie berichteten wir in einem aktuellen Artikel.
Bild: bannerbuzz.co.nz
