Die gefährlichsten Arten von Schnee
Im täglichen Trubel können Autofahrer die grundlegenden Unterschiede zwischen ähnlich erscheinenden Wetter- und Straßenbedingungen übersehen. Besonders im Winter, wenn auf der Straße Eis und Schnee auftauchen, wird dies stark spürbar. Heute sprechen wir darüber, wie sehr die Traktion auf Schnee variieren kann und welche Faktoren dabei eine Rolle spielen.
Schneefälle entstehen durch verschiedene Phänomene, die sich in Intensität und Ursache unterscheiden und klassifiziert werden können, aber für die Bewertung der Straßenlage sollten die wichtigsten Faktoren berücksichtigt werden, die den Typ des Schnees und sein Gefährdungspotenzial beeinflussen.
Lufttemperatur
Einer der wichtigsten Faktoren, die den Zustand des Schnees und die Traktion der Reifen auf der Straße beeinflussen. Wie sehr der Schnee aneinander haftet, hat letztendlich Auswirkungen auf die Traktion. Wenn die Lufttemperatur unter 10-15 Grad liegt, verringert der Schnee das Kontaktflächenprofil des Reifens auf der Straße erheblich und der Bremsweg erhöht sich proportional zur gewählten Geschwindigkeit. Wenn die Temperatur jedoch über -10°C liegt, bedeutet selbst die Anwesenheit von Schnee im Kontaktflächenprofil nicht, dass der Reifen nicht funktioniert. Tatsächlich der Schnee im Profil sorgt für Traktion auf der schneebedeckten Straße.
Sonnenstrahlen
Auf den ersten Blick banal, aber dies ist ein sehr unvorhersehbarer Faktor. Direkte Sonnenstrahlen können die Struktur des Schnees sogar bei niedriger Temperatur verändern. Aber in diesem Fall hängt viel von der Menge des Schnees auf der Straße und der Intensität des Verkehrs ab. Da bei einer großen Menge Schnee auf der Oberfläche eine Kruste entsteht, unter der immer noch lockerer Schnee vorhanden ist, der gefährlich für das Fahren ist.
Windintensität
Es gibt Begriffe wie "Windkruste" oder "Windplatte". Die Existenz dieser Termini lässt keine Zweifel daran, dass der Wind einen erheblichen Einfluss auf die Eigenschaften des Schnees hat. Vor allem sollte das Wetter bei Wind in Kombination mit der Lufttemperatur und der Intensität des Verkehrs bewertet werden. Insbesondere bei windigem Wetter kann es auf offenen Straßenabschnitten mit geringer Verkehrsintensität gefährlich sein. In diesem Fall kann auf der Straße eine Schneeverwehung mit einer Kruste entstehen. In diesem Fall sollten solche Abschnitte mit Vorsicht und bei reduzierter Geschwindigkeit befahren werden.
Vorhandensein von Straßenmitteln
Die Anwendung von Straßenmitteln öffnet eine ganze Welt besonderer Zustände des Schnees. Genauer gesagt, nicht des Schnees, sondern der Masse, die oft auf der Straße verbleibt. Ja, auf der Straße ist kein Schnee und Eis mehr, aber es gibt eine gelatinöse Substanz, die ebenfalls eine erhebliche Rutschgefahr darstellt. Laut Vorschrift sollte diese Masse nach einer bestimmten Zeit nach der Anwendung des Mittels entfernt werden. Aber oft verhindert die Verkehrsintensität dies. Seien Sie wachsam, da die nach der Anwendung von Straßenmitteln entstandene Masse oft auf der Straße verbleibt, selbst bei positiver Temperatur.
Die Menge des gefallenen Schnees und die Wetterbedingungen erzeugen jeden Tag eine einzigartige Straßensituation. Seien Sie wachsam und bewerten Sie die Straßensituation, bevor Sie sich ans Steuer setzen.
