Zertifikat ISCC Plus für das Werk in Puchove
Der Produktionsstandort Continental in Puchov (Slowakei) wurde zum ersten Werk des Unternehmens für die Produktion von LKW-Reifen, das das Zertifikat International Sustainability and Carbon Certification (ISCC) Plus erhalten hat, das die Transparenz der Rückverfolgbarkeit von Rohstoffen bestätigt. Alle Materialien werden von Quellen bezogen, die den Anforderungen an den Umweltschutz entsprechen, und zuvor haben auch die Werke von Continental in Lousado (Portugal) und Hefei (China) eine Zertifizierung erhalten.
Laut Anton Watál, dem Leiter des Werks in Puchov, bestätigt die Erlangung des Öko-Zertifikats "unser Engagement für die Gewährleistung einer hohen Produktqualität und das Wachstum im Bereich der nachhaltigen Entwicklung".
Die Zertifizierung ISCC Plus basiert auf dem sogenannten "Massenbilanz", d.h. sie berücksichtigt die Menge an fossilen und recycelten Rohstoffen sowie Materialien aus erneuerbaren Quellen. Die Ökologizität der Rohstoffe wird über die gesamte Lieferkette hinweg verfolgt, und bei Continental betonen sie, dass sie ständig daran arbeiten, den Anteil dieser Rohstoffe in den verwendeten Materialien zu erhöhen.
"Die Zertifizierung unserer Produktionsprozesse ist das Ergebnis unserer kontinuierlichen Arbeit im Bereich der nachhaltigen Entwicklung", betonte Jorge Almeida, Leiter der nachhaltigen Entwicklung des Reifen-Geschäftsbereichs von Continental. "Derzeit gehen wir dazu über, die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft und der nachhaltigen Bioökonomie umzusetzen, und unser Ziel ist es, den Ansatz der Massenbilanz auf allen unseren Reifenwerken weltweit verpflichtend zu machen".
Die Zertifikate ISCC Plus sind international anerkannt und werden auf freiwilliger Basis von Unternehmen in verschiedenen Branchen, wie z.B. Lebensmittelherstellern, Tierfutterherstellern, Chemieunternehmen, Plastikherstellern, Verpackungsherstellern, Textilherstellern usw. vergeben. Für die Zertifizierung ist die Einhaltung von Standards im Bereich des Umweltschutzes, der Arbeitsrechte der Mitarbeiter usw. erforderlich.
Laut der Massenbilanz wurden bereits PKW-Reifen von Continental, wie z.B. der Continental UltraContact NXT, zertifiziert, die mit Hilfe von Ökomaterialien hergestellt wurden. Zum Beispiel wird synthetischer Kautschuk teilweise aus biologischem Rohstoff hergestellt, und der Technologie-Kohlenstoff wird teilweise aus Öl mit Hilfe von Kreislaufprozessen hergestellt.
"Continental arbeitet ständig daran, den Anteil von Ökomaterialien in den Rohstoffen zu maximieren", betonen sie im Unternehmen. "Insbesondere können Materialien aus landwirtschaftlichen Abfällen, wie z.B. Reis-Schalen, sowie Kautschuk aus Löwenzahn, recycelter Kautschuk und Rohstoffe aus PET-Flaschen verwendet werden".
Bis 2030 will Continental mehr als 40% "grünes" Rohmaterial verwenden, und bis 2050 soll der Anteil auf 100% ansteigen, was es dem Unternehmen ermöglichen wird, vollständige Klimaneutralität zu erreichen.
Das Werk in Puchov, das zum Geschäftsbereich Continental Tires Slovakia gehört, wurde 1950 eröffnet. Derzeit arbeiten über 500 Menschen im Werk, und das Sortiment umfasst Reifen für PKW, Nutzfahrzeuge und LKW. Darüber hinaus befindet sich in Puchov ein Technologie-Zentrum, in dem Reifen-Entwicklungen durchgeführt werden, und das ContiTech-Unternehmen, das eine Reihe von Autoteilen, wie z.B. Zahnriemen, Generator-Scheiben usw. herstellt.
