Reifenhersteller stellen medizinische Hilfe für ivorische Bauern bereit

Reifenhersteller stellen medizinische Hilfe für ivorische Bauern bereit

Reifenhersteller, die Mitglieder der Globalen Plattform für nachhaltige Entwicklung der Naturkautschukindustrie (GPSNR) sind, haben gemeinsam mit dem Berliner Sozialunternehmen Elucid in der Elfenbeinküste ein dreijähriges Projekt zur Verbesserung des Zugangs zu medizinischer Versorgung für 1800 Naturkautschuk-Bauern und ihre Familien gestartet.

„Wir sprechen ständig über die Verbesserung der Ernte und der landwirtschaftlichen Methoden, aber wir übersehen etwas Grundlegendes“, sagte der Geschäftsführer von GPSNR, Stefano Savi. „Ein Bauer, der sich keinen Arztbesuch leisten kann, wenn er krank ist, oder der nicht zur Farm fahren kann, weil sein Kind krank ist, kann nicht produktiv sein.“

Die Elfenbeinküste ist der viertgrößte Produzent von Naturkautschuk weltweit und spielt eine entscheidende Rolle in den Lieferketten für die Reifen- und Gummindustrie, aber wie die GPSNR feststellt, stehen kleine Bauernhöfe in den Waldregionen des Landes vor ernsthaften Herausforderungen im Gesundheitswesen. In Bezug auf die Qualität der medizinischen Versorgung liegt das Land auf Platz 187 von 195 weltweit, und 2020 waren nach Schätzungen von Experten nur 32% der wichtigsten Medikamente im staatlichen Gesundheitssystem verfügbar. Darüber hinaus sind zwar formal zwei Drittel der Bevölkerung im nationalen Gesundheitssystem registriert, aber 2025 haben weniger als 4% der Einwohner eine Versicherungskarte genutzt.

Die GPSNR erklärt, dass die neue Initiative „ein Problem anspricht, das die Branche lange Zeit ignoriert hat – den direkten Einfluss der Gesundheit der Bauern auf die Leistung der Lieferketten“. 2017 wurde der Kakaohandel in der Elfenbeinküste aufgrund von „medizinischen Notfällen“ um 853 Millionen Dollar reduziert, und eine ähnliche Situation besteht in der Naturkautschukindustrie. Laut Analysten aus Ghana erhöht sich die Einbindung von Bauern in das nationale Gesundheitssystem um 40%.

„Wenn es an angemessener medizinischer Versorgung fehlt, können Gesundheitsprobleme die Bauern dazu zwingen, ihr Eigentum zu verkaufen und auf Verbesserungen in ihrem Betrieb zu verzichten, was ein direktes Risiko für die Lieferketten darstellt, die von ihnen abhängen“, erklärten die GPSNR.

Das Projekt wird von 13 großen Reifen- und Gummiproduzenten unterstützt, darunter Goodyear, Hankook, Yokohama und andere.

Foto: Getty Images

Mosautoshina