Sumitomo entwickelte Gummi für 3D-Druck
Sumitomo hat eine "beispiellose Entwicklung" angekündigt und die ersten Produkte aus einem neuen Gummi-Material vorgestellt, das mit einem 3D-Drucker hergestellt wurde: Prototypen von Fingern für eine robotische Hand sowie dreidimensionale Modelle eines Aorten-Gefäßes und eines Herzens, die auf der Weltmesse in Osaka gezeigt wurden.
Bisher wurden mit 3D-Druck Produkte aus gummiähnlichen Materialien wie Harzen und Kunststoffen hergestellt, die der Gummi in Bezug auf Elastizität und Haltbarkeit unterlegen sind. Der neue Material, wie die Firma betont, zeigt eine hohe Elastizität auch bei längerer Belastung und bei hohen Temperaturen sowie eine erhöhte Druckfestigkeit (20 Millionen Wiederholungsversuche wurden durchgeführt).
Der Material soll in der Medizin, der Robotik, der Automobilindustrie, im Sport und in anderen Bereichen eingesetzt werden und soll bis 2026 auf den Markt kommen. Es ist noch nicht bekannt, ob das Unternehmen in Zukunft den neuen Material bei der Herstellung von Reifen einsetzen wird.

Die neue Entwicklung basiert darauf, dass der flüssige Gummi-Material schnell unter dem Einfluss von Ultraviolett-Licht aushärtet und mit einem stereolithografischen 3D-Drucker bearbeitet werden kann, um dreidimensionale Objekte herzustellen. Auf diese Weise kann die additive Fertigung in der Produktion von Produkten eingesetzt werden, die solche gummi-typischen Eigenschaften wie Elastizität, Schlagzähigkeit, Flexibilität und Rutschfestigkeit benötigen, die bei der Verwendung von Harzen und anderen Materialien nicht verfügbar sind.
Einige Beispiele sind Finger von robotischen Händen, die die gleiche Rutschfestigkeit wie menschliche Finger aufweisen sollten, sowie Simulationsmodelle von Organen für die Ausbildung von medizinischen Fachkräften, die die gleiche Flexibilität und Elastizität wie menschliche Organe haben sollten.
