Sumitomo veröffentlicht einen "Viersaison"-Reifen mit adaptivem Laufflächendesign
Sumitomo Rubber Industries stellte den neuen Allwetterreifen Dunlop Synchro Weather vor, der mit der Technologie Active Tread entwickelt wurde und in der Lage ist, sich an die Wetterbedingungen anzupassen. Laut Hersteller ist der neue Reifen auf nasser Fahrbahn mit Sommerreifen (Dunlop Enasave EC204) vergleichbar und kann gleichzeitig effektiv auf Eis fahren, im Gegensatz zu herkömmlichen Allwetterreifen (Dunlop All Season Maxx AS1). Gleichzeitig betont das Unternehmen, dass bei Eisglätte auf den Straßen immer noch spezielle Winterreifen wie die Dunlop SP Winter Ice 03 mit Stahlpunkten verwendet werden sollten.

„Im Oktober 2023 stellten wir die Technologie Active Tread vor, die es den Gummimischungen ermöglicht, ihre Eigenschaften je nach Umgebung anzupassen, und sie wurde erstmals bei der Entwicklung des neuen Allwetterreifens Synchro Weather eingesetzt. Dank dieser Technologie kombiniert der neue Reifen die Eigenschaften von Sommer- und Winterreifen“, so Sumitomo. „Normalerweise müssen Reifen je nach Jahreszeit gewechselt werden, aber der neue Reifen kann ohne Bedenken sowohl im Sommer als auch im Winter verwendet werden“.
Die Verwendung der Technologie „aktiver Protektor“ bedeutet, dass zwei Mechanismen eingesetzt werden. Der erste, der als „Wasserumschalter“ bezeichnet wird, ändert die Bindungen in der Gummimischung von kovalenten zu ionischen Bindungen, wenn er mit Wasser in Berührung kommt, wodurch die Mischung weicher wird und die Haftung auf nasser Fahrbahn verbessert wird. Dank dieser Technologie ist die Bremsstrecke des neuen Reifens auf nasser Fahrbahn um 6% kürzer als die der Sommerreifen Dunlop Enasave EC204, während die Bremsleistung im Vergleich zu den Winterreifen Dunlop Winter Maxx 02 um 27% höher ist. Der „Temperaturumschalter“ beeinflusst ebenfalls die Weichheit der Gummimischung, und laut Hersteller ist der Synchro Weather bei Raumtemperatur in Bezug auf Elastizität mit herkömmlichen Sommerreifen vergleichbar, während er bei niedrigeren Temperaturen weicher wird, wodurch die Haftung verbessert wird. Daher ist die Bremsstrecke des neuen Reifens auf Eis nur um 2% länger als die der Winterreifen Winter Maxx 02.

„Durch die Kombination dieser beiden Mechanismen haben wir einen Reifen mit unvergleichlichen Eigenschaften entwickelt, der auf allen Arten von Fahrbahnen, einschließlich trockener und nasser Straßen sowie Schnee und Eis, hoch effektiv ist“, so der Hersteller, der hinzufügt, dass die Verwendung des neuen Reifens nicht nur die Notwendigkeit der saisonalen Reifenwechsel eliminieren, sondern auch die Anzahl der ausgedienten Reifen reduzieren und die Umweltbelastung verringern wird.
Dank der neuen Technologie konnte der Dunlop Synchro Weather nicht nur das „Alpen-Symbol“ erhalten, sondern auch die Marke Ice Grip, die sogar den Michelin CrossClimate fehlt, der seinerzeit den Markt für Allwetterreifen revolutionierte. Sogar Winterreifen des europäischen Typs haben keine solche Marke, und die Bedingungen dieses Standards wurden bisher nur von „Skandinaviern“ erfüllt.

Was den Reifenprofil entspricht, gibt es hier keine revolutionären Lösungen, und der Synchro Weather hat ein V-förmiges, gerichtetes Design, das mit den neuesten Simulationstechnologien entwickelt wurde und sowohl für den schnellen Abfluss von Wasser als auch für die Entfernung von Schnee und die Reduzierung des Geräuschpegels konzipiert ist. Laut Hersteller ist der neue Reifen in Bezug auf Geräuschpegel mit den Sommerreifen Dunlop Enasave EC204 vergleichbar, während der optimierte Winkel der Kanäle und Lamellen den Reifenverschleiß reduziert hat.
Zunächst werden die neuen Dunlop-Reifen in 40 Größen von 165/50 R15 bis 235/55 R19 erhältlich sein, und nach der japanischen Klassifizierung haben die Reifen „A/B“ für die Wirtschaftlichkeit und „b/c“ für die Haftung auf nasser Fahrbahn erhalten (die Skala reicht von „AAA“ bis „C“ und von „a“ bis „d“). In Zukunft sind die Reifen in über 100 Größen geplant, einschließlich für Felgen mit einem Durchmesser von 22 Zoll.
