Türkische Reifenhersteller wegen Preisabsprache verurteilt
Der türkische Wettbewerbsregulator Rekabet Kurumu (RK) gab bekannt, dass im Rahmen einer Untersuchung Verstöße auf dem Reifenmarkt festgestellt und Strafen für Unternehmen, die in diesem Sektor produzieren und vertreiben, verhängt wurden. Im Rahmen der Untersuchung wurden mögliche Fälle abgestimmter Maßnahmen der Wettbewerber in Bezug auf Preismanipulation, Austausch vertraulicher Informationen, Preisbildung bei der Arbeit mit Händlern, regionale Einschränkungen usw. untersucht.
Die Gesamthöhe der Verwaltungsstrafen betrug 3,634 Mrd. Lira (78 Mio. Dollar), von denen 1,019 Mrd. Lira auf das Joint Venture Brisa der japanischen Bridgestone und des türkischen Konzerns Sabanci entfielen. Die nächstgrößten Strafen wurden gegen die Tochtergesellschaften von Goodyear und Continental (672 bzw. 397 Mio. Lira) verhängt, und auch das lokale Reifenunternehmen Petlas wurde mit einer Strafe von 397 Mio. Lira belegt. Darüber hinaus wurden unter anderem Hankook, Pirelli, Prometeon Tyre Group und Michelin als Verletzer identifiziert.
Laut türkischen Medienberichten hat der Regulator den Unternehmen Auflagen erteilt, die darauf abzielen, den indirekten Informationsaustausch über Händler zu verhindern, der angeblich für abgestimmte Preisbildung verwendet wird. Durch diese Maßnahmen will die RK zukünftige Verstöße verhindern und fairen Wettbewerb auf dem Reifenmarkt sicherstellen.
Für alle Händler wird ein System einzigartiger Codes eingeführt, die in Preislisten und anderen Dokumenten angezeigt werden. Darüber hinaus wird die Versendung von Nachrichten der Hersteller an Handelspartner über Preise für Produkte nur noch über ein spezielles Portal zugelassen, auf das jeder Händler zugreifen kann. Die mündliche oder schriftliche Mitteilung von Preisen auf andere Weise als über das festgelegte Portal wird verboten, und Händler dürfen diese Informationen auch nicht an andere Handelsunternehmen oder Hersteller weitergeben.
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