In Russland wird gefordert, Antidumpingzölle auf Personenkraftwagenreifen aus China einzuführen

In Russland wird gefordert, Antidumpingzölle auf Personenkraftwagenreifen aus China einzuführen

Russische Reifenhersteller fordern die russische Regierung auf, eine Untersuchung durchzuführen und Antidumpingzölle auf Reifen aus dem Ausland, insbesondere aus China und anderen asiatischen Ländern, zu erheben, berichtet RUPEC.

Das Thema der neuen Antidumpingzölle wurde von dem Geschäftsführer des Handelshauses "Kama" Timur Sharipov im Rahmen einer Podiumsdiskussion "Reifen- und RTI-Industrie im Lichte neuer nationaler Projekte" auf der Messe "Reifen, RTI und Kautschuk-2025" angesprochen, wobei er zugleich betonte, dass "andere Marktteilnehmer ähnliche Positionen vertreten".

Laut Sharipov stieg der Import chinesischer Pkw-Reifen in Russland im vergangenen Jahr um 40% an, was unter anderem darauf zurückzuführen war, dass einige ausländische Hersteller den lokalen Markt verlassen hatten. Gleichzeitig wies Sharipov darauf hin, dass die heimischen Unternehmen "unter den Bedingungen des Sanktionsdrucks und der gestiegenen Produktionskosten der letzten drei Jahre nicht in der Lage sind, am Dumpingkrieg mit den Konkurrenten aus der VR China teilzunehmen".

Der Moderator der Podiumsdiskussion war der stellvertretende Minister für Industrie und Handel der RF, Mikhail Yurin, der betonte, dass die Hersteller und die Branchenverbände eine einheitliche Position bilden müssen, um sie auf der Ebene der Regierung zu diskutieren. Es ist möglich, dass die Meinung der Industrie auf einer Sitzung des Ministeriums für Industrie und Handel beraten wird, die im April oder Mai dieses Jahres stattfinden soll.

Im August 2024 erwähnte der Leiter der Reifenabteilung von "Tatneft" Andrei Pantyukhov, dass der Anteil chinesischer Unternehmen am heimischen Markt im Jahr 2019 11% betrug, im Jahr 2023 jedoch auf 37% gestiegen war, und "dies eine ernsthafte Bedrohung für die Branche darstellt, da nach unserer Einschätzung die Zunahme des Anteils häufig durch unfaire Preiswettbewerbsmethoden erfolgt".

Im März 2025 erklärte der Generaldirektor von "Cordiant" Vadim Volodin, dass chinesische Marken im vergangenen Jahr fast ein Drittel des Marktes einnahmen und von den 56,4 Mio. verkauften Reifen mehr als 17,5 Mio. Stück aus China importiert wurden. Laut Volodin "haben die chinesischen Marken nach dem Wegfall der westlichen Hersteller schnell die freigewordene Lücke gefüllt und ihr Angebot an die veränderte Struktur des russischen Fahrzeugparks angepasst".

Aktuell gibt es in Russland Antidumpingzölle auf den Import von Lkw-Reifen und kompletten Rädern aus China.

Mosautoshina