In Russland wurde ein Standard für die kanzerogene Sicherheit von Reifen entwickelt
Wissenschaftler des Laboratoriums für Holzchemie der Universität Lobatschewski (Nischni Nowgorod) haben einen nationalen Standard für die kanzerogene Sicherheit von Autoreifen entwickelt. Darauf hinweist das Portal "Wir leben in Nischni Nowgorod" unter Bezugnahme auf die Worte des Leiters des Laboratoriums, Alexander Schtschepalow.
Ungefähr 10% der Rohstoffe, die bei der Herstellung von Reifen verwendet werden, entfallen auf verschiedene technologische Öle, die kanzerogene Substanzen enthalten können, die während der Nutzung der Reifen in die Umwelt gelangen.
„Die Partikel, die bei der Abnutzung der Reifen entstehen, haben eine Größe, die es ihnen ermöglicht, mehrere Stunden lang in der Luft an der Straße zu verbleiben. Menschen, die sich in der Nähe aufhalten, atmen diese Partikel ein. Noch gefährlicher ist die Situation, wenn eine Person neben der Straße joggt. Wenn die Bronchien geöffnet sind, gelangen die Partikel aktiver in den Körper. Diese Substanzen verschwinden nicht und bleiben im Körper für immer“, erzählte Schtschepalow.
In vielen Ländern gibt es Standards für den Gehalt an kanzerogenen Substanzen in den Rohstoffen für die Reifenindustrie, aber in Russland gibt es keine solchen Anforderungen. Laut den Wissenschaftlern enthalten etwa 98% der in Russland hergestellten Reifen keine gefährlichen Öle, aber bei Reifen aus China verhält es sich anders.
„Für inländische Unternehmen ist es schwierig, mit chinesischen Herstellern aufgrund der niedrigeren Preise zu konkurrieren. Allerdings gibt es bei der Importware ein Problem mit dem Kanzerogengehalt. Im letzten Jahr haben wir etwa drei Dutzend chinesische Reifen getestet, in etwa zehn davon wurden kanzerogene Substanzen nachgewiesen“, betonte Schtschepalow.
Der neue Standard wurde erstellt, um Reifen mit kanzerogenen Substanzen im Zusammensetzung vom russischen Markt zu entfernen, und die Wissenschaftler hoffen, dass die Verordnung der Regierung, die sich derzeit in der Phase der regulatorischen Auswirkungen befindet, genehmigt wird. Wenn das Gesetz verabschiedet wird, werden Reifen einer obligatorischen Zertifizierung unterliegen.
Zuvor wurde an der Universität Lobatschewski eine neue Zusatzstoff für Autoreifen entwickelt.
Foto: "Wir leben in Nischni Nowgorod"
