In Russland wurde eine Technologie für die abfallfreie Verarbeitung von Reifen entwickelt

In Russland wurde eine Technologie für die abfallfreie Verarbeitung von Reifen entwickelt

Die RTU MIREA hat eine Technologie zur Reifenverarbeitung entwickelt und patentiert, bei der aus Abfällen eine aushärtbare Harz entsteht, die für die Herstellung verschiedener Produkte geeignet ist, berichtet TASS unter Berufung auf die Pressestelle der Universität.

Die Universität teilt mit, dass die "Entwicklung eine Perspektive für eine breite praktische Anwendung hat". "Die nach der Aushärtung erhaltenen Harze haben hohe mechanische Eigenschaften wie Festigkeit und Härte, was es ermöglicht, sie für die Herstellung von Verbundwerkstoffen, Bauelementen und anderen Erzeugnissen zu verwenden. Damit kann das, was früher auf die Mülldeponie geschickt wurde, nunmehr Rohstoff für neue Produkte werden", heißt es an der Universität.

Die derzeit angewandten Methoden zur Reifenverarbeitung beinhalten das Zerkleinern in eine Körnung, die für die Herstellung von Belägen usw. verwendet wird, jedoch entstehen dabei Abfälle aus Polyestercord. Der Vorschlag der Wissenschaftler besteht darin, 100 % der Reifenmischung als Rohstoff für die Herstellung von aushärtbarer Harz zu verwenden.

Wie die Universität mitteilte, "werden sowohl Gummi als auch Polyester in einem Reaktor verarbeitet. Der bei diesem Prozess entstehende technische Kohlenstoff übernimmt die Rolle eines Stabilisators, der ein vorzeitiges Aushärten der Harz verhindert. Diese Eigenschaft ermöglicht es, vollständig auf die Verwendung zusätzlicher chemischer Stabilisatoren zu verzichten".

Der Dozent der Abteilung für Chemie und Technologie hochmolekularer Verbindungen namens S. S. Medwedew der RTU MIREA, Alexander Gervald, betonte, dass das durch diese neue Methode erhaltene Material verbesserte mechanische Eigenschaften aufweist, dank des Gehalts an Gummi in der Polymerstruktur.

Foto: Continental

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