In den USA könnte die Verwendung von "intelligenten" Pirelli-Reifen eingeschränkt werden
Das US-Handelsministerium hat Pirelli darauf hingewiesen, dass der Verkauf von Fahrzeugen mit "intelligenten" Reifen des Unternehmens, die Daten sammeln und übertragen können, aufgrund von Bedenken hinsichtlich des Einflusses seines chinesischen Investors eingeschränkt werden könnte, berichtet Bloomberg.
Der größte Aktionär von Pirelli ist der chinesische Staatskonzern Sinochem mit einer 37-prozentigen Beteiligung, und das Unternehmen bietet sogenannte "Cyber-Reifen" (Cyber Tyre) an, die mithilfe von Sensoren Daten sammeln und in Echtzeit übertragen können.
Pirelli wurde gewarnt, dass Automobilhersteller, die die Cyber-Tyre-Technologie in ihren Fahrzeugen verwenden, wahrscheinlich eine spezielle Genehmigung beantragen müssen, um sie in den USA verkaufen zu dürfen.
Die USA verschärfen derzeit die Kontrolle über den Einsatz chinesischer Technologien in vernetzten Fahrzeugen, und Verbote auf Software und Hardware treten jeweils 2027 und 2029 in Kraft.
Vor kurzem hat Pirelli mitgeteilt, dass Sinochem nicht mehr die Kontrolle über das Unternehmen hat, was dem Reifenhersteller beim Ausbau seines Geschäfts in den USA helfen soll.
Nordamerika macht 25% des Umsatzes von Pirelli aus, und die Produkte werden hauptsächlich von Werken in Mexiko, Südamerika und Europa geliefert, obwohl das Unternehmen eine kleine eigene Produktion im US-Bundesstaat Georgia hat.
Zuvor hatte der CEO von Pirelli, Andrea Casaluci, erklärt, dass das Unternehmen "in einer riskanten Situation" sei, weil Sinochem Vorschläge zur Lösung von Problemen im Zusammenhang mit der Unternehmensführung abgelehnt hat.
